Neuigkeiten

1.Mai 2021

Guten Tag liebe Mitglieder/-innen der Energiegenossenschaft Diekholzen,

der Vorstand der Energiegenossenschaft Diekholzen eG freut sich, Sie hier im Bereich ‚Neuigkeiten‘ zu begrüßen. Wir planen, Ihnen ab sofort auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen Informationen über unsere Genossenschaft zu präsentieren. Das Ziel dabei: Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand soll nicht mehr nur einmal jährlich bei der Generalversammlung stattfinden, sondern auch unterjährig, immer, wenn es etwas gibt, dass von Interesse sein könnte.

Die Kommunikation soll natürlich nicht nur in einer Richtung fließen, etwaige Fragen oder Kommentare können sie gerne via E-Mail an den Vorstand senden. Je nachdem, wie sich das Ganze entwickelt, könnten wir das dann später auch um Online-Kommentare erweitern. Aber wir wollen erst einmal in kleinem Rahmen anfangen.

Also schauen Sie bitte mal, ob Ihnen diese Form der Kommunikation gefällt. Wir sind auf Ihre Reaktionen, vor allem aber auf Ihre Verbesserungsvorschläge gespannt.

Mit sonnigen Grüßen

Dr. Heinrich Schmidt                    Mario Ferraro
(Technischer Vorstand)                (Kaufmännischer Vorstand)

Heinrich Schmidt
Heinrich Schmidttechnischer Vorstand
Mario Ferraro
Mario FerraroKaufm. Vorstand

Neuigkeiten und andere Informationen

07.04.2024:

Liebe Mitglieder der Genossenschaft,

seit den letzten Informationen sind wieder einige Monate vergangen, und es ist nun wieder einiges Berichtenswertes passiert.

Die meisten unserer Anlagen laufen störungsfrei und die Erträge befinden sich im erwartbaren Bereich.
Bei den Wartungen im September letzten Jahres wurde zwei Mängel entdeckt:
An der PVA5 (Bahnberg) waren in einem Wechselrichter auf einer Platine einige Bauteile verschmort. Hier konnten wir das Ersatzteil aus einem alten Wechselrichter ausbauen und so den Betrieb schnell wieder aufnehmen.
An der PVA1 (Grundschule) war ein PV-Modul gesprungen und dadurch eine Kette von PV-Modulen nicht mehr funktionsfähig. Dort hat es dann einige Wochen benötigt bis wir ein gebrauchtes Ersatzmodul beschaffen und damit dann das defekte Modul ersetzen konnten.
An der Grundschule wurde Ende des Jahres auch eine neue Tür eingebaut, die uns den Zugang zu den Wechselrichtern und den Stromzählern versperrte. Hier konnte mithilfe des Bauamtes letztlich durch Einbau eines neuen Schlosses eine Lösung gefunden werden, sodass wir nun wieder Zugriff auf die Einrichtungen haben.
An der PVA8 (Hildesia I) hatten wir letztes Jahr die Schaltung zur Netzaufschaltung ersetzt, und hatten danach die Hoffnung, dass die Sicherungen nicht mehr selbstständig auslösen. Leider hat sich diese Hoffnung nicht erfüllt. Durch den Einbau der Fernüberwachung haben wir hier allerdings eine schnellere Entdeckung des Problems und dadurch weniger Produktionsausfälle.
Unser Hauptproblem ist derzeit wieder die PVA9 (Hildesia II), da hier die Dachreparatur in 2022 nicht für eine dauerhafte Abdichtung des Daches gesorgt hat: Im letzten Winter waren hier wieder an mehreren Stellen Feuchtigkeit eingedrungen. Da die Abwicklung von Reparaturen immer auch ein Entfernen der PV-Anlage bedingt, ist hier mit weiteren Kosten und Ertragsausfällen zu rechnen. Insgesamt ist aus diesen Gründen der weitere Betrieb der Anlage für die Energiegenossenschaft nicht mehr wirtschaftlich, und wir befinden uns mit dem Dacheigentümer im Gespräch die Anlage vorzeitig an ihn zu übertragen oder diese zu demontieren.
Auch bei der PVA8 gibt es Undichtigkeiten am Dach. Laut Gutachter unserer Versicherung sind diese Schäden zwar nicht durch die PV-Anlage verursacht, aber das Gutachten besagt auch, dass die Anbringung der Anlage und des Schneegitters nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Auch hier müssen wir also mit Reparaturen und Ertragsausfällen rechnen. Derzeit versuchen wir, einen Kostenvoranschlag zu bekommen. Was sich leider als nicht einfach erweist, da nicht klar ist, ob nur einzelne Stellen zu flicken sind oder auch hier das ganze Dach saniert werden muss.

Wenn diese beiden Dauerbaustellen dann mal beendet sind, würden im Vorstand auch wieder Ressourcen frei um neue Projekte anzugehen. Wie sie vielleicht schon aus der Zeitung erfahren konnten, haben einige Energiegenossenschaften aus dem Landkreis eine Interessengemeinschaft gebildet, um gemeinsame Projekte zu finanzieren und dann zu betreiben. Unsere Energiegenossenschaft ist hier Gründungsmitglied. Daraus haben sich nun die ersten konkreten Vorhaben ergeben, die auch für uns interessant sind. Wir hoffen, auf der nächsten Generalversammlung darüber genaueres berichten zu können.
Die Generalversammlung wir Ende Juni stattfinden (vorr. 19.06.2024), eine gesonderte Einladung wird dazu noch erfolgen.
Bis dahin wünschen wir ihnen allen noch viele schöne Frühlingstage!

Mit energetischen Grüßen
Heinrich Schmidt

06.08.2023:

Liebe Mitglieder der Genossenschaft,

jetzt sind seit der Jahreshauptversammlung schon wieder einige Wochen vergangen und da nicht alle an dem Termin teilnehmen konnten, will ich Ihnen hier kurz die wichtigsten Beschlüsse und Themen kommunizieren:

Auch in 2022 konnten wir einen Gewinn erzielen, wobei besonders unsere Beteiligung an dem Windrad Evesen einen überdurchschnittlichen Beitrag lieferte. Bezogen auf das gezeichnete Kapital konnten wir daher eine Dividende von 4,5% erwirtschaften.
Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 30.09.2023
Vorstand und Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2022 durch die Mitglieder Entlastung erteilt
Änderung im Aufsichtsrat: Herr Tylinski ist aus beruflichen Gründen von seiner Mitgliedschaft im AR als Vertreter der Volksbank im Januar 23 zurückgetreten. In unserer Satzung ist ein Vorschlagsrecht der Gemeinde für ein Mitglied des Aufsichtsrats verankert. Dies haben wir auch dieses Mal abgefragt. Die Kandidatur, die sich daraus ergeben hat: Herr Matthias Bludau, Bürgermeister der Gemeinde Diekholzen. Die Generalversammlung stimmt der Wahl von Hr. Bludau in den Aufsichtsrat zu. Damit ist unser Aufsichtsrat nun wieder vollzählig.
Auch in 2022 konnten wir zwar viele Anfragen und Beratungen verzeichnen, aber keine neuen Projekte starten.
Da wir keine eigenen Projekte haben, hat der Vorstand vorgeschlagen ein Teil unseres Guthaben in ein Projekt einer anderen Energiegenossenschaft zu investieren: Ausgewählt wurde eine Freiflächenanlage auf dem Gelände einer ehemaligen Boden- und Bauschuttdeponie. Hier wird die Friedensfördernde Energiegenossenschaft Herford (FEGH) eine 2,5 MWp PV-Anlage errichten. Wir beteiligen uns mit einer Summe von 20.000 €, bei einem jährlichen Zins von 2,5%.
Aufgrund der von der Bundesregierung gesetzten neuen Prioritäten rechnen wir damit, in den nächsten Monaten weitere Investitionsmöglichkeiten zu bekommen.
Auf Wunsch einiger Mitglieder wurde geprüft ob wir Protokolle, Jahresabschlüsse etc. auch per Email kommunizieren dürfen. Die rechtliche Klärung mit einem Anwalt des
Genossenschaftsverbandes wäre jedoch so teuer geworden,  dass die Kosten hier in keinem Verhältnis zum möglichen Nutzen erscheinen. Als Alternative verfolgen wir nun die Möglichkeit einen geschützten Dokumentenbereich auf unserer Web-Seite für diese Kommunikation zu nutzen. Bis dahin bleibt hier also erst einmal alles beim Alten.

Mit energetischen Grüßen

Heinrich Schmidt

8.6.2023:

Die Prüfung durch den Genossenschaftsverband hat keine Beanstandungen oder Empfehlungen ergeben. Wir können uns jetzt also wieder auf andere Themen konzentrieren

Unser neues Vorstandsmitglied ist nun fast eingearbeitet, und sie werden demnächst Gelegenheit haben ihn in Aktion zu sehen: Und zwar auf unserer Generalversammlung am 28.06.2023 ab 18:30 Uhr. Die Einladung dazu sollte in den nächsten Tagen bei ihnen eintreffen. Dort wird Herr Ferraro den vorläufigen Jahresabschluss für 2022 vorstellen. Weitere Themen sind dann unter anderem die Festlegung der Dividende für 2022 und die Neuwahl eines Aufsichtsrats-Mitglieds. Es wird also wieder interessant

Noch ein Aufruf in eigene Sache: Wir sind auf der Suche nach einem Web-Master der sich um unsere Webseite kümmern kann. Wir wollen diese zukünftig intensiver nutzen, auch um zum Beispiel Dokumente zu speichern und auszutauschen. Wer sich das zutraut kann ja bei der Generalversammlung jemanden vom Vorstand oder dem Aufsichtsrat ansprechen. Oder mich direkt kontaktieren

Mit energetischen Grüßen
Heinrich Schmidt

11.02.2023

Auf der Generalversammlung am 4.9.2022 wurde ein Wechsel im Vorstand vorgenommen. Nach fünf Jahren als kaufmännischer Vorstand verabschiedet sich Herr Meyer-Hermann aus dieser Rolle um sich neuen Aufgaben widmen zu können. Aufsichtsrat und Vorstand wünschen ihm dazu alles Gute und danken ihm für die geleistete Arbeit, bei der vor allem unser Rechnungswesen professionalisiert wurde.

Als sein Nachfolger wurde vom Aufsichtsrat Herr Mario Ferraro bestellt, wohnhaft in Diekholzen. Er konnte sich zwar krankheitsbedingt auf der Generalversammlung nicht selbst vorstellen, dies übernahm dafür sein Schwiegervater, Herr Ritzmann. Wir danken Herr Ferraro für seine Bereitschaft dieses anspruchsvolle Ehrenamt zu übernehmen und wünschen ihm für seine Tätigkeiten viel Freude und Glück. Die Auszahlung der Dividende 2021 fand bereits unter seiner Leitung statt.

Seine nächste größere Aufgabe wird nun die anstehende Prüfung durch den Genossenschaftsverband sein.

Durch die Reform des EEG und weitere Gesetzesänderungen haben sich die Bedingungen für die Investitionen in erneuerbare Energien gebessert. So will z.B. die Gemeinde Diekholzen nun den Kauf von Balkonkraftwerken bezuschussen. Eine gute Initiative, denn diese kleinen PV-Anlagen rentieren sich oft schon nach wenigen Jahren.

Derzeit liegen unserer EG bereits mehrere Investionsmöglichkeiten vor. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen nun die verschiedene Angebote und Optionen. Es verspricht ein interessantes Jahr 2023 zu werden!

Mit energetischen Grüßen

Heinrich Schmidt

22.09.2021: In den letzten Wochen haben wir uns intensiv mit den Möglichkeiten des neuen EEG auseinander gesetzt, und u.a. auch ein Beratungsgespräch mit der Energieagentur NRW geführt. Hier nun eine kurze Zusammenfassung der dabei gewonnenen Erkenntnisse.

Es gibt im wesentlichen vier Geschäftsmodelle für unser Energiegenossenschaft:

1. Einspeiseanlagen: Das ist unser bisheriges Geschäftsmodell, und rentiert sich nur noch für sehr große Anlagen bei denen die Kosten pro kWh unter denen der Einspeisevergütung liegen (als < 8 ct)

2. Anlagenpachtmodell: Wir planen, finanzieren und bauen eine PV-Anlage und verpachten die Anlage danach gegen eine monatliche Pauschale an den Dacheigentümer. Dieser wird dadurch zum Betreiber der Anlage, und verbraucht den Strom selbst. Vorteile: Netzentgelte, Abgaben und Stromsteuer entfallen, die EEG-Umlage wird reduziert. Die Differenz zwischen bisherigen Strombezugskosten und der Pacht entscheiden dann ob sich das rechnet. Dazu muss der Strombedarf schon relativ groß sein.

3. Direktlieferung: Wir bauen und betreiben die PV-Anlage, und liefern den Strom direkt ohne Nutzung eines externen Netzes. Auch hier entfallen Netzentgelte, Abgaben und Stromsteuer. Aber EEG-Umlage wird zu 100% fällig.  Zudem wird die Energiegenossenschaft dann zum Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen (Melde- & Anzeigepflichten, Rechnungslegung, Vertragsgestaltung…)

4. Mieterstromprojekte: Wir bauen und betreiben die PV-Anlage, und liefern den Strom an Mieter. Auch hier wird die Energiegenossenschaft dann zum Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen, zudem haben wir das Risiko der Akquise

Was bedeutet das für uns?
Option 1. entfällt weil wir wohl zu klein sind um entsprechende Anlagen zu projektieren und zu finanzieren
Optionen 3 und 4 entfallen, weil wir entschieden haben dass der Aufwand für die Rolle eines Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen für uns (derzeit) nicht leistbar ist.

Bleibt noch Option 2, hier sind wir auf der Suche nach möglichen Objekten (interessant wäre z.B. der NP-Markt in Diekholzen). Allerdings bringt auch diese Option einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand für uns mit. Schauen Sie einmal in die Checkliste unten im Download-Bereich, in der die notwendigen Schritte aufgezählt sind. Die Liste hat mehrere Seiten!

In das Projekt im Hildesheim Ostend haben wir schon einiges an Vorarbeit gesteckt, weil wir hofften dass wir hier auch ein Geschäftsmodell nach Option 2 realisieren könnten. Da aber hier der Geschäftspartner die Wohnungsgenossenschaft ist, und nicht der Endverbraucher, haben wir hier leiden die Option 3 vorliegen. Auch die Investitionssumme würde uns an die Grenzen bringen. Daher analysieren wir derzeit ob wir dieses Objekt in Kooperation mit einem Partner realisieren können. Das Ergebnis wird wohl in den nächsten Wochen vorliegen und dann mit dem Aufsichtsrat besprochen werden.  (Hinweis: Leider keine Kooperationsmöglichkeit gefunden, daher Abgabe des Projektes an andere EG)

Grafik des Monats:

Hier wird die spezifische Jahres-Produktion unserer PV-Anlagen dargestellt, wobei der erste Punkt den Mittelwert über alle Jahre darstellt. Also die Produktion normiert auf die Maximalleistung der Anlage. Idealerweise sollten alle Kurven bei 1.000 liegen, oder zumindest dicht beieinander. Wie man sieht, tanzt vor allem unsere PVA9 aus der Reihe, da es hier durch Auslösen des Feuerwehrschalters immer wieder zu längeren Ertragsausfällen kam. (Grafik anklicken für Details)