Neuigkeiten

1.Mai 2021

Guten Tag liebe Mitglieder/-innen der Energiegenossenschaft Diekholzen,

der Vorstand der Energiegenossenschaft Diekholzen eG freut sich, Sie hier im Bereich ‚Neuigkeiten‘ zu begrüßen. Wir planen, Ihnen ab sofort auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen Informationen über unsere Genossenschaft zu präsentieren. Das Ziel dabei: Die Kommunikation zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand soll nicht mehr nur einmal jährlich bei der Generalversammlung stattfinden, sondern auch unterjährig, immer, wenn es etwas gibt, dass von Interesse sein könnte.

Die Kommunikation soll natürlich nicht nur in einer Richtung fließen, etwaige Fragen oder Kommentare können sie gerne via E-Mail an den Vorstand senden. Je nachdem, wie sich das Ganze entwickelt, könnten wir das dann später auch um Online-Kommentare erweitern. Aber wir wollen erst einmal in kleinem Rahmen anfangen.

Also schauen Sie bitte mal, ob Ihnen diese Form der Kommunikation gefällt. Wir sind auf Ihre Reaktionen, vor allem aber auf Ihre Verbesserungsvorschläge gespannt.

Mit sonnigen Grüßen

Dr. Heinrich Schmidt                    Thomas Meyer-Hermann
(Technischer Vorstand)                (Kaufmännischer Vorstand)

Heinrich Schmidt
Heinrich Schmidttechnischer Vorstand
Thomas Meyer-Hermann
Thomas Meyer-HermannKaufm. Vorstand

Neuigkeiten und andere Informationen

22.12.2022

Es berichtet Dr. Heinrich Schmidt

Jetzt ist es schon ein paar Wochen her, dass wir uns eine neue Regierung gewählt haben. Die Beteiligung der Grünen gibt dabei Anlass zur Hoffnung. Unter ihrer Mitwirkung wurde das EEG formuliert und auf den Weg gebracht, und in der Folge von vielen anderen Ländern erst bestaunt und dann kopiert. Das hat die Energiewende in Deutschland enorm voran gebracht. Ohne das EEG gäbe as wohl auch unsere Energiegenossenschaft nicht. Leider wurde das EEG dann in von den folgenden Regierungen immer mehr beschnitten und es ist im heutigen Zustand nicht mehr hilfreich, es bremst insbesondere die Beteiligung von kleineren Akteuren an dem Zubau erneuerbarer Energien. Ursache sind diverse Hemmnisse, wie z.B. die Mehrfachbesteuerung von Energiespeichern und die Einführung von Obergrenzen für den Zubau und von Ausschreibungen für den Bau von PV-Anlagen.

Wenn wir nun in den Koalitionsvertrag schauen, sind die Aussichten für uns als Energiegenossenschaft wieder etwas rosiger geworden. Interessant sind da vor allen die Seiten 55ff. Da findet man u.a. die folgenden Ziele:

  •  Den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien wollen wir stärken. Erneuerbarer Strom, insbesondere aus ausgeförderten Anlagen und Anlagen außerhalb der EEG-Förderung soll stärker in der Erzeugerregion genutzt werden können. Dafür werden wir alle notwendigen Regelungen überprüfen.
  • Alle geeigneten Dachflächen sollen künftig für die Solarenergie genutzt werden. Bei gewerblichen Neubauten soll dies verpflichtend, bei privaten Neubauten soll es die Regel werden.
  • Auch innovative Solarenergie wie Agri- und Floating-PV werden wir stärken und die Ko-Nutzung ermöglichen.

Das lässt uns doch hoffen, dass wir zukünftig doch wieder in neue Projekte investieren können. Und dass, wenn denn unsere Bestandsanlagen aus der Förderung fallen, wir geeignete Modelle vorfinden um diese wirtschaftlich weiterbetreiben zu können.

Bis es so weit ist wird sicherlich noch Geduld nötig sein, und wir werden mit der Pflege der Anlagen auch noch genügend zu tun haben. Denn die kommen nun in die Jahre in denen z.B. die Lebensdauer der Wechselrichter kritisch wird. Ich sehe da den defekten WR an unserer Anlage auf dem Altenheim als Vorläufer. Zudem werden wir ja, wie berichtet, auch noch den ein oder anderen Schaden an den Dächern reparieren müssen. Das nächste Jahr wird also spannend und wahrscheinlich wieder arbeitsintensiv.

Da dies der letzte Beitrag in diesem Jahr ist, wünscht der Vorstand hiermit allen Lesern eine ruhige Weihnachtszeit und alles Gute und vor allem Gesundheit im neuen Jahr.


22.09.2021

Es berichtet Dr. Heinrich Schmidt

In den letztes Wochen haben wir uns intensiv mit den Möglichkeiten des neuen EEG auseinander gesetzt, und u.a. auch ein Beratungsgespräch mit der Energieagentur NRW geführt. Hier nun eine kurze Zusammenfassung der dabei gewonnenen Erkenntnisse.

Es gibt im wesentlichen vier Geschäftsmodelle für unser Energiegenossenschaft:

1. Einspeiseanlagen: Das ist unser bisheriges Geschäftsmodell, und rentiert sich nur noch für sehr große Anlagen bei denen die Kosten pro kWh unter denen der Einspeisevergütung liegen (als < 8 ct)

2. Anlagenpachtmodell: Wir planen, finanzieren und bauen eine PV-Anlage und verpachten die Anlage danach gegen eine monatliche Pauschale an den Dacheigentümer. Dieser wird dadurch zum Betreiber der Anlage, und verbraucht den Strom selbst. Vorteile: Netzentgelte, Abgaben und Stromsteuer entfallen, die EEG-Umlage wird reduziert. Die Differenz zwischen bisherigen Strombezugskosten und der Pacht entscheiden dann ob sich das rechnet. Dazu muss der Strombedarf schon relativ groß sein.

3. Direktlieferung: Wir bauen und betreiben die PV-Anlage, und liefern den Strom direkt ohne Nutzung eines externen Netzes. Auch hier entfallen Netzentgelte, Abgaben und Stromsteuer. Aber EEG-Umlage wird zu 100% fällig.  Zudem wird die Energiegenossenschaft dann zum Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen (Melde- & Anzeigepflichten, Rechnungslegung, Vertragsgestaltung…)

4. Mieterstromprojekte: Wir bauen und betreiben die PV-Anlage, und liefern den Strom an Mieter. Auch hier wird die Energiegenossenschaft dann zum Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen, zudem haben wir das Risiko der Akquise

Was bedeutet das für uns?
Option 1. entfällt weil wir wohl zu klein sind um entsprechende Anlagen zu projektieren und zu finanzieren
Optionen 3 und 4 entfallen, weil wir entschieden haben dass der Aufwand für die Rolle eines Elektrizitäts- bzw. Energieversorgungsunternehmen für uns (derzeit) nicht leistbar ist.

Bleibt noch Option 2, hier sind wir auf der Suche nach möglichen Objekten (interessant wäre z.B. der NP-Markt in Diekholzen). Allerdings bringt auch diese Option einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand für uns mit. Schauen Sie einmal in die Checkliste im Download-Bereich, in der die notwendigen Schritte aufgezählt sind. Die Liste hat mehrere Seiten!

In das Projekt im Hildesheim Ostend haben wir schon einiges an Vorarbeit gesteckt, weil wir hofften dass wir hier auch ein Geschäftsmodell nach Option 2 realisieren könnten. Da aber hier der Geschäftspartner die Wohnungsgenossenschaft ist, und nicht der Endverbraucher, haben wir hier leiden die Option 3 vorliegen. Auch die Investitionssumme würde uns an die Grenzen bringen. Daher analysieren wir derzeit ob wir dieses Objekt in Kooperation mit einem Partner realisieren können. Das Ergebnis wird wohl in den nächsten Wochen vorliegen und dann mit dem Aufsichtsrat besprochen werden.

Download

DGS Nümann Siebert_2021_Checkliste Meldepflichten Eigenversorger Stromlieferung vor Ort 2021


16. Juli 2021

Es berichtet Thomas Meyer-Hermann

Bei der gestrigen Generalversammlung waren 21 Mitglieder und ein Gast anwesend.
Aufsichtsrat und Vorstand resumierten das Geschäftsjahr 2020.
Die Stromproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr um 5,4% gesteigert werden.
Aufgrund des sehr guten kaufmännischen Ergebnisses, konnte der Vorstand eine Dividende von 5,9% vorschlagen, dem sich der Aufsichtsrat anschloss.
Die Versammlung verabschiedete einstimmig diesen Vorschlag.
Aufsichtsrat und Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.
Bei den turnusmäßigen Aufsichtsratswahlen wurden alle bisherigen Aufsichtsratsmitglieder ohne Gegenstimmen wiedergewählt, so dass sich der neue Aufsichtsrat folgendermaßen zusammensetzt:
Katrin Haase-Volm / Andrè Kudlik / Michael Paul / Hans-Peter Ritzmann / Kai Tylinski
In der Gestern noch erfolgten konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurden Michael Paul zum 1. Vorsitzenden und Andrè Kudlik zum stv. Vorsitzenden wiedergewählt.


2. Juli 2021

Es berichtet Thomas Meyer-Hermann

Die Tagesordnung für die Generalversammlung am 15.07.2021 wird um den Punkt „Wahl des Aufsichtsrates“ ergänzt.
Dieser TOP erhält die Nr. 9, so dass die bisherigen Punkte 9 und 10 dann unter TOP 10 und 11 geführt werden.
Es handelt sich um turnusmäßige Wahlen. Die jetzigen Mitglieder des AR sind zur Wiederwahl bereit, es kann sich jedoch selbstverständlich nach Satzung jedes Mitglied auch zur Kandidatur melden. Wir würden uns darüber freuen.
Gewählt werden fünf Aufsichtsratsmitglieder.


29. Juni 2021

Es berichtet Thomas Meyer-Hermann

Wir können erfreuliches berichten.
Der vorläufige Jahresabschluss 2020, der als Beschlussvorlage zur Feststellung durch die Generalversammlung erstellt wurde, weist ein sehr gutes Ergebnis auf.
Deshalb wird der Vorstand eine höhere Dividende als im Vorjahr vorschlagen.
Der vorläufige Bericht liegt ab Mitte nächster Woche (27.KW) in den Räumen der Gemeindeverwaltung zur Einsicht aus.

Die Generalversammlung 2021 findet am Donnerstag, den 15. Juli 2021 um 18:00 Uhr, in der Aula der Grundschule Diekholzen statt.
Bei dieser Veranstaltung gelten die Vorgaben der dann aktuellen Nds. Corona-Verordnung, u. a. zum Abstandsgebot und zur Maskenpflicht.
Abhängig von der 7-Tage-Inzidenz kann es auch kurzfristig zu Änderungen oder Absage kommen.

Ein weiteres Thema auf der GV wird das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung durch den Genossenschaftsverband für die Jahre 2018-2019 sein. Die Prüfung haben wir ohne Beanstandungen und negativen Anmerkungen bestanden.

Bitte beachten Sie: Anträge auf Beschlüsse der Generalversammlung sind spätestens 7 Tage vor der Generalversammlung an den Vorstand zu stellen.

Die Einladung mit Tagesordnungspunkten und Vertretungsvollmacht können Sie hier herunterladen. Einladung_GenVers_20210715

Vorstand und Aufsichtsrat würden sich sehr freuen, wenn Sie zahlreich an der Generalversammlung teilnehmen würden.


6. Juni 2021

Es berichtet Dr. Heinrich Schmidt

Im letzten Monat hatten wir davon berichtet, dass wir in den letzten Jahren leider noch keine neuen Projekte starten konnten, aber die Suche danach nicht aufgegeben haben.
Dazu haben wir einige Rückmeldungen bekommen, daher wollen wir das Thema diesmal etwas vertiefen.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass unser derzeitiges Geschäftsmodell (PV-Anlage mit Dachmiete und Volleinspeisung) bei neuen Projekten nicht mehr rentabel ist und sich daran auch nichts ändern wird. Dazu ein paar Zahlen:
Über alle Anlagen gemittelt kostete uns jede kWh in 2019 ca. 25 ct. Die Einspeisevergütung für Neuanlagen beträgt derzeit etwa 8 ct. Wir würden also mit diesen Anlagen Verluste machen.
Natürlich sind neuere Anlagen preiswerter, die kWh wird dort preisgünstiger erzeugt. Aber wenn wir einmal die Kosten für die Abschreibung, und damit den Preis der Anlage, herausrechnen, kostet uns unsere kWh immer noch 12 ct. Selbst wenn man die Anlagen zur Senkung dieser Nebenkosten auf Verschleiß fährt (also keine Wartung, keine Versicherung etc.) bleibt es schwierig, da wir dann immer noch Fixkosten haben (Stromverbrauch, Dachmiete, Steuern). In dieser Richtung wird es also keine wirtschaftliche Lösung geben. Und das wird ein Problem sein wenn unsere derzeitigen Anlagen nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen.
Derzeit sind wirtschaftliche Lösungen nur über den Eigenverbrauch zu realisieren. Dies geht nur, wenn wir dann den Strom selbst vermarkten. Bei Strompreisen für den Endverbraucher von derzeit etwa 27 – 30 ct kommen wir dann wieder in die Gewinnzone. Dazu müssen wir aber einen Abnehmer finden (typischerweise der Eigentümer des Daches) und einen Stromliefervertrag abschließen (sogenanntes Power Purchase Agreement, PPA). Das könnten wir selbst organisieren (was für uns einen erheblichen Mehraufwand darstellt) oder von einem Dienstleister erledigen lassen, der sich dann die kleine Marge mit uns teilen muss.
Unsere Präferenz liegt wegen der besseren Marge derzeit auf der ersten Lösung, allerdings müssen wir dann darauf achten, dass die Randbedingungen positiv sind:

  • Es sollte eine Anlage in oder nahe bei Diekholzen sein (um den Zeitaufwand für die Betreuung der Anlage zu reduzieren).
  • Es müsste eine relativ große Anlage sein (um den Anteil der Nebenkosten klein zu halten).
  • Und wir müssten einen Stromabnehmer mit hohem Eigenverbrauchsanteil haben, da wir ja mit dem überschüssigen Strom keinen Deckungsbeitrag erzielen können.

Eine Alternative ist ansonsten eine Beteiligung an einem Energie-Projekt, wie wir es ja in der Vergangenheit schon mit unserem Anteil an einer Windenergieanlage realisieren konnten. In der jetzigen Niedrigzinsphase sind solche Angebote allerdings selten geworden.

Sollten Sie zu dem oben Ausgeführten eine Idee haben oder gar einen Ansprechpartner für ein mögliches Projekt kennen, dann scheuen Sie sich nicht mit mir in die Diskussion zu treten.

DGS Nümann Siebert_2021_Checkliste Meldepflichten Eigenversorger Stromlieferung vor Ort 2021

Grafik des Monats: Es fehlen zwar noch ein paar Tage, aber am Ergebnis werden die dunklen Dezembertage nicht mehr viel ändern. Daher hier schon mal als Ausblick die PV-Produktion des Jahres 2021 im Vergleich zu den Vorjahren. Wie erwartet ist das Ergebnis etwas schlechter als der Durchschnitt der letzten Jahre.

PV-Produktion 2009 - 2021